Die Deeskalationsfrage – mit 3 Wörtern die Situation entspannen

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Die Deeskalationsfrage – mit 3 Wörtern die Situation entspannen
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Konfliktmanagement ist ein sehr umfangreiches Thema. In Konflikten richtig zu reagieren, gehört zu den schwierigsten Herausforderungen überhaupt, da es viel Selbstreflexion und auch eine Art Selbstkontrolle erfordert, um bei Streit nicht auch noch Öl ins Feuer zu gießen.

Wer sich mit diesem Thema tiefer beschäftigen möchte, findet in der Blogparade von meiner Kollegin Christina Wenz “Wie werde ich zum Konfliktmeister?” zahlreiche Artikel, die aus verschiedensten Blickwinkeln darauf eine Antwort geben. Meinen Beitrag zu dieser Blogparade “Warum viele Konfliktmanagementtipps nicht funktionieren” finden Sie hier.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen jedoch eine kurze Frage vorstellen, die dazu führt, dass sich die Situation entspannt und Sie auch im Streit wieder anfangen können an Lösungen zu denken.

Typische Streitdynamik

In vielen Streitfällen entwickelt sich so eine Dynamik, wo man sich nur noch gegenseitig Vorwürfe macht. Anstatt einander zuzuhören, wird – aus Frust oder als Verteidigung – dem anderen aufgezählt, was er sich denn in den letzten 20 Jahren zu Schulden kommen hat lassen. Man kommt vom Hundertsten ins Tausendste, fühlt sich immer weniger verstanden und immer verletzter.

Tief durchatmen, diese Frage stellen und den Kreislauf durchbrechen

Wenn Sie in dieser Streitdynamik sind, atmen Sie tief durch, geben Sie sich selber etwas Empathie und fragen Sie dann Ihr Gegenüber folgendes: “Was brauchst du?”

Warum diese Frage funktioniert

  • Sie holen Ihr Gegenüber in die Gegenwart zurück. Anstatt bis ins kleinste Detail zu diskutieren, wer was in diesem Urlaub im Jahr 2005 gesagt oder getan hat, richten Sie den Fokus darauf, was Sie beide jetzt brauchen, um mit einem guten Gefühl aus diesem Gespräch zu gehen und was Sie in Zukunft brauchen, damit es Ihnen gut geht.
  • Sie vermeiden Missverständnisse. Wenn Sie direkt fragen, was der/die andere braucht, sparen Sie sich das Raten, was jetzt helfen würde und Ihr Gegenüber übernimmt die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden.
  • Sie starten einen Lösungsprozess. Sie werden merken, dass Ihr(e) StreitpartnerIn vermutlich eine Zeit braucht, um diese Frage beantworten zu können. Es ist einfacher, zu wissen, was man alles nicht möchte. Je länger man aufzählt, was alles schlecht läuft und womit man unzufrieden ist, desto schwieriger wird es, diesen negativen Blick wieder abzustellen. Wenn Sie gefragt werden, was Sie brauchen, müssen Sie vom Problemblick zum Lösungsblick umschalten.
  • Sie machen den ersten Schritt und nehmen Ihr Gegenüber ernst. Meine MediandInnen kommen üblicherweise zu mir, weil sie bereits so in dieser Negativspirale stecken, dass Ihnen diese Frage gar nicht mehr über die Lippen kommt.
    Wenn Sie es schaffen, diesen ersten Schritt zu gehen, wird auch Ihr Gegenüber in den meisten Fällen einen Schritt auf Sie zukommen.

Fragen bedeutet nicht Zustimmen!

Noch ein wichtiger Hinweis: Zu fragen, was der/die andere braucht, bedeutet nicht, dass Sie dies auch erfüllen müssen. Aber Sie beginnen über Lösungen zu sprechen und das entspannt die Situation!

Mag. Elisabeth Krüger

Als Arbeitspsychologin und Mediatorin unterstütze ich Personen dabei, Ihre Ziele mit Freude zu erreichen sowie Ihre Stärken und Potentiale zu nutzen! Mein Spezialgebiet ist das positive Konfliktmanagement, eine Kombination aus positiver Psychologie und Konfliktmanagement.

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