Feedback in Unternehmen: 8 Gründe, warum Sie noch heute damit starten sollten

Wollen Sie Ausfälle und Fehlerraten reduzieren? Soll sich Ihr Unternehmen weiterentwickeln? Wollen Sie dauerhaft erfolgreich sein? Wollen Sie die Gesundheit und die Motivation im Unternehmen fördern?

Dann beginnen Sie noch heute damit, Feedback in Ihren beruflichen Alltag zu integrieren!

Nachfolgend finden Sie 8 Vorteile von Feedback im Detail:

1. Feedback stärkt die Gesundheit

Kompetentes Feedback kann auf mehreren Ebenen die Gesundheit der MitarbeiterInnen positiv beeinflussen und dadurch Kosten senken. Wenn MitarbeiterInnen regelmäßig konstruktive Rückmeldungen erhalten, erhöht dies ihre sozialen, personalen und organisationalen Ressourcen. Diese Ressourcen sorgen dafür, dass die MitarbeiterInnen besser mit Belastungen umgehen können.

Nyberg et al. (2009) fanden beispielsweise einen Zusammenhang zwischen dem Geben von Feedback – als Teil des Verhaltens von Führungskräften – und einem geringeren Risiko für koronare Herzerkrankungen.

Arbeitsausfälle durch Herzerkrankungen und psychische Krankheiten sind meist sehr kostspielig. Wenn man bedenkt, dass laut Lohmer et al. (2012) bereits im Jahr 2020 weltweit die koronaren Herzerkrankungen die Hauptursache für Tod und chronische Behinderung sein werden und auf Platz 2 die Depression landen wird, lohnt es sich für jeden Einzelnen und für Unternehmen, heute Maßnahmen dagegen zu setzen!

2. Feedback wirkt Konflikten entgegen

Konflikte entstehen oft dadurch, dass einem nicht klar ist, wie das eigene Verhalten beim Gegenüber ankommt. Wenn frühzeitig angesprochen wird, wenn einen etwas stört, lässt sich vermeiden, dass daraus ein Konflikt wird, der mit der Zeit eskaliert.

Feedback ermöglicht, dass gegenseitige Erwartungen und die jeweiligen Rollen geklärt werden. Auch Missverständnisse können durch den Austausch aus der Welt geschafft werden.

Fehlau (2009) bezeichnet Mitarbeitergespräche, die dem Erfahrungs-, Informations- und Meinungsaustausch dienen, sogar als eine der erfolgreichsten Möglichkeiten zur Vermeidung von Konflikten.

3. Feedback fördert das Engagement der MitarbeiterInnen

In einem Betriebsklima, in dem Feedback erwünscht ist, beteiligen sich MitarbeiterInnen mehr am Engagement durch FeedbackBetriebsgeschehen, melden schneller Probleme und bringen kreative Ideen ein. Wenn MitarbeiterInnen sich beteiligen können und merken, dass dies gewünscht ist, übernehmen sie auch mehr unternehmerische Verantwortung und es wird einfach mehr miteinander im Unternehmen geredet, was wiederum dazu führt, dass auch bereichsübergreifend besser gearbeitet wird und das ganze Unternehmen sich weiterentwickelt.

4. Feedback ermöglicht es, Prozesse frühzeitig zu verbessern

Durch Rückmeldungen der MitarbeiterInnen können Prozesse verbessert und Fehlerraten reduziert werden. Jeder kennt seinen Arbeitsplatz am besten und daher ist es wichtig, dass diese Verbesserungsvorschläge auch gehört werden.

Zum Beispiel bei der Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastung lässt sich oftmals beobachten, dass die Ideen der MitarbeiterInnen im Arbeitsalltag nicht automatisch bis in die oberen Hierarchiestufen gelangen, wodurch viele Möglichkeiten verloren gehen. In vielen Fällen geht es dabei um simple Änderungen im Unternehmen, wie beispielsweise die Reihenfolge eines Kontrollformulars. Diese Reihenfolge zu ändern, erfordert nun wirklich keinen großen Aufwand, kann aber die Fehlerrate deutlich reduzieren, da die betroffenen Personen nicht mehr zuerst oben links, dann unten rechts, dann irgendwo in der Mitte ein Kreuzchen machen müssen, sondern die Punkte nacheinander arbeiten können.

5. Feedback macht uns erfolgreicher

“Entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg im beruflichen Arbeitsfeld ist nicht, wie ein Mensch ist, sondern wie er von anderen wahrgenommen wird” (Doppler & Lauterburg, 2005).

Wie wir bei anderen Personen ankommen, können uns nur diese sagen. Daher ist Feedback so wesentlich für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Dies gilt auch für das Unternehmen als solches. Durch das Feedback der KundInnen, GeschäftspartnerInnen, MitarbeiterInnen etc. können wir in Erfahrung bringen, wie das Unternehmen gesehen wird und ob unsere Produkte oder Serviceleistungen so ankommen, wie wir das gerne hätten.

6. Feedback erweitert die Kompetenz

Gerade Führungskräfte in den oberen Hierarchieebenen haben oft Schwierigkeiten, von ihren MitarbeiterInnen ehrliches Feedback zu bekommen. Dies ist nachvollziehbar, denn wer will schon den Chef kritisieren oder bei positivem Feedback als Schleimer dastehen? Doch genau damit nimmt man dem/der Vorgesetzten die Möglichkeit, sich als Führungskraft weiterzuentwickeln. Wie soll ich denn wissen, wie ich in meiner Führungstätigkeit bin, wenn die Personen, die mich darin erleben, ihr Wissen nicht mit mir teilen?

Alle Menschen haben sogenannte blinde Flecken, die ihnen nicht bewusst sind, andere jedoch wahrnehmen. Durch Feedback, in dem das eigene mit dem fremden Bild verglichen wird, werden diese blinde Flecken verkleinert, was die eigene Arbeit wesentlich verbessert.

7. Feedback verbessert die Beziehung und das Betriebsklima

Feedback verbessert BetriebsklimaWenn zwei Personen die Erfahrung gemacht haben, dass sie sowohl positive als auch kritische Punkte miteinander besprechen können, führt dies zu einer entspannten Beziehung, in der offen miteinander gesprochen wird. Durch den Austausch verstehen sich die GesprächspartnerInnen besser, da ihnen klar wird, wie ihr eigenes Verhalten wahrgenommen wird und welche Beweggründe der/die andere für sein/ihr Verhalten hat.

Wenn offen miteinander gesprochen wird, hat dies noch einen entscheidenden Vorteil: Es wird wichtiges Vertrauen aufgebaut, da jeder sicher sein kann, dass Probleme direkt angesprochen werden und nicht hinterrücks schlecht über einen gesprochen wird.

8. Feedback motiviert, wie es sonst kaum etwas kann

Zu einer Gruppe dazuzugehören, war früher überlebenswichtig. Der Wunsch und das Bedürfnis, Teil der Gruppe zu sein, ist heute immer noch sehr präsent.

Weinert & Eulert (2004) meinen, konstruktives und positives Feedback habe Belohungscharakter. Lohmer et al. (2012) sind der sogar der Meinung, dass Personen sich am stärksten über zwischenmenschliche Zuwendung motivieren lassen und Höchstleistungen dafür erbringen, gesehen zu werden.

Es geht dabei nicht darum, ständig für alles gelobt zu werden. Vielmehr wollen MitarbeiterInnen, dass ihre Arbeit zur Kenntnis genommen wird und dass sie sich weiterentwickeln können. Da bewirkt ein “Der Bericht war gut” nicht so viel wie ein “Der Aufbau des Berichts war wirklich super. Die Beispiele aus dem Unternehmen waren sehr spannend für mich, lass die auf jeden Fall drinnen. Was den Bericht aus meiner Sicht noch besser machen würde, sind Diagramme, da sich so die Werte leichter vergleichen lassen.” Mehr Tipps für hilfreiches Feedback finden Sie hier.

Was ist Ihre Meinung zu diesen Gründen? Fällt Ihnen noch ein Vorteil von Feedback ein, der hier nicht erwähnt wird? Dann freue ich mich, wenn Sie mir einen Kommentar hinterlassen!

 

Quellen:

Doppler & Lauterburg (2005). Change Management: Den Unternehmenswandel gestalten.

Fehlau (2009). Konflikte im Beruf: Erkennen, lösen, vorbeugen.

Lohmer, Sprenger & Wahlert (2012). Gesundes Führen: Life-Balance versus Burnout im Unternehmen.

Nyberg, Alfreddson, Theorell, Westerlund, Vahtera & Kivimaki (2009). Managerial leadership and ischaemic heart disease among employees: the Swedish WOLF study. Occupational and Environmental Medicine, 66 (1), 51-55.

Weinert & Eulert (2004). Organisations- und Personalpsychologie.

 

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3 Gedanken zu „Feedback in Unternehmen: 8 Gründe, warum Sie noch heute damit starten sollten

  • Pingback: Herausforderungen bei der Einführung von Feedbackgesprächen | Mag. Elisabeth Krüger

  • 29/08/2016 um 08:52
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      Haben Sie den Artikel auf Deutsch gelesen oder haben Sie ein Übersetzungsprogramm verwendet? Wir arbeiten an einer englischen und spanischen Version des Blogs. In nächster Zeit werden die Artikel also auch auf Spanisch verfügbar sein.

      P.S.: Si no ha podido leer este comentario en alemán contácteme.

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